Schwelms Finanzen:

Verantwortung übernehmen statt weiter verdrängen.

Die finanzielle Lage der Stadt Schwelm ist seit Jahrzehnten angespannt – und das hat zwei Hauptgründe:

  1. Das Land überträgt den Kommunen immer mehr Aufgaben, ohne für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen.
  2. Die Politik vor Ort hat zu lange ohne Weitblick gehandelt.

Für kurze Zeit konnten wir uns aus der Haushaltssicherung befreien – das bedeutete, Schwelm konnte selbst über seine Finanzen entscheiden, ohne strenge Kontrolle durch die Bezirksregierung. Doch seit 2024 sind wir wieder im sogenannten Haushaltssicherungskonzept (HSK) – ein deutliches Warnsignal. Spätestens 2034 muss der Haushalt wieder ausgeglichen sein.

Was können wir tun?

Auf Landesebene: Leider hat die Stadt kaum Einfluss auf die Finanzierungsentscheidungen des Landes. Aber wir fordern klar und deutlich: Wer den Städten mehr Aufgaben überträgt, muss auch für die nötigen Mittel sorgen.

Vor Ort: Hier tragen Politik und Verwaltung Verantwortung – und müssen deutlich vorausschauender agieren. Zwar gibt es mittlerweile ein Controlling-System, doch das allein reicht nicht.
Wir müssen bei jeder Entscheidung – gerade bei Investitionen – die langfristigen Folgen mitdenken. Nicht nur die einmaligen Kosten, sondern auch Folgekosten über Jahre hinweg. Denn ohne diesen Blick über den Tellerrand bleibt nur ein Ausweg: immer höhere Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger – etwa durch eine weitere Erhöhung der Grundsteuer B.

Das ist für uns keine Option.

Wir setzen uns für eine zukunftsfähige Finanzpolitik ein:

  • mit Weitsicht statt kurzfristigem Denken,
  • mit klarer Verantwortung statt Symbolpolitik,
  • und mit einem maßvollen Umgang mit der Grundsteuer B, der die Belastungsgrenze unserer Stadtgesellschaft ernst nimmt.

Gute Politik heißt: langfristig denken, fair entscheiden, ehrlich handeln.